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Gründen ist wie ein Kind zu bekommen: Roomle im Gespräch

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin den standardisierten Fragebogen des Deutsche Startups Online-Magazins. Der Fragenkatalog lebt von der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fragen, die alle Gründerinnen und Gründer beantworten müssen – diesmal antwortet Albert Ortig von Roomle. ​​

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?


Ich war schon immer mein eigener Chef. Für mich ist der Gestaltungsraum wichtig, schnelle Entscheidungen zu treffen und es geht stark um die eigene Dynamik. Gleichermaßen bedeutet es für mich Verantwortung zu übernehmen und meine Bedürfnisse und die meiner Mitarbeiter wahrzunehmen. Zu überlegen, was tut mir und auch meinen Mitarbeitern gut. Hier denke ich an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Schaffen von Arbeits- und Denkräumen und die Motivationskraft, Dinge zu tun und zu schaffen, welche die Mitarbeiter und das Team insbesondere auch inhaltlich begeistern.


​​​​​​Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?


Die Idee dazu habe ich schon lange verfolgt, der Markt war aber noch nicht reif dafür. Als vor drei Jahren Bewegung in die Möbelindustrie gekommen ist, war die Zeit für die Gründung von Roomle reif. Dann haben wir alle Kraft darauf verwendet zu starten.​​​​​​


Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?


Es wurde bereits sehr viel Basisinvestition aus eigener Kraft geleitstet – insgesamt über eine Million Euro. Zum Start haben wir dann mit dem Venture Capital Fonds aws Grün-derfonds und der Michael Grabner Media GmbH super Partner als Investoren gefunden.​​​​​​


Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?


Das richtige Businessmodell zu finden war sicher eine Herausforderung, die ich aber nicht als Stolperstein bezeichnen würde. Generell sehe ich keine Stolpersteine sondern Situationen, die man lösen darf. Themen zu konzipieren, zu entwickeln, auszurollen und auch zu verwerfen gehört zum Daily Business.​​​​​​


Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?


Aus heutiger Sicht nichts. Der Prozess war schlank und effizient. ​​​​​​


Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?


Ein herausragendes Produkt ist derzeit das Wichtigste für uns. Dazu kommt der Aufbau eines Netzwerkes von Influencern (begeisterte Kunden, Multiplikatoren in der Branche und Pressekommunikation). In klassische Kommunikation haben wir allerdings bisher verschwindend wenig investiert. ​​​​​


Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?


Das fachliche Umfeld in dem ich mich bewege und mein zweites Ich.​​​​​​


Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?


Auf sich selbst und die Idee vertrauen und gleichzeitig offen für Neues bleiben. Generell glaube ich aber, dass es fürs Gründen keine Tipps gibt. Gründen ist wie ein Kind zu bekommen: Es ist für jede Familie anders. Für manche ist es leicht, andere kämpfen in der ersten Phase. Letztendlich geht es beim Gründen aber nicht um Leben und Tod! Und das sollte man sich vor Augen halten.​​​​​​


Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland/ Österreich von ihm wünschen?


Ich bin mit den Rahmenbedingungen in Österreich sehr happy. Wir können in Zukunft in Österreich mehr Anreize für internationale Start-ups schaffen – insbesondere in den Ländern Richtung Balkan und weiter. Hier gibts spannende Potentiale. Zentrale Punkte auf Ministerebene sind hier sicherlich die Flexibilisierung der Arbeitszeit und die Lohn-Nebenkosten Thematik speziell auch für Start-ups – aber auch danach.​​​​​​


Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?


Diese Frage stellt sich nicht. Ich war immer schon – seit Abschluss meines Studiums -unternehmerisch tätig.


​​​​​​Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?


Die Position der Katze fände ich spannender. ​​​​​


Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?


Spontan habe ich kein Bedürfnis für eine Zeitreise. Das Hier und Jetzt ist sehr spannend – und über zukünftige Entwicklungen habe ich ein gutes Bild. Die Vergangenheit kann man nachlesen, ist aber nicht mein Schwerpunktthema. Alles in allem find ich es im Jahr 2016 hier in Österreich sehr lebenswert.


​​​​​​Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?


Derzeit bin ich ganz zufrieden, auch ohne einer Million am eigenen Konto. Aber konkret würd ich allfällig offene Verbindlichkeiten tilgen und den Rest gut investieren. Sehr wahrscheinlich in das eigene Unternehmen.​​​​​​


Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?


Mit einem ausgedehnten Familienfrühstück und gemeinsamen Aktivitäten. ​​​​​​


Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?


Aus der Start-up Szene gerne mit Elon Musk.​​​​​​


Verfasser: Christina Cassalla​​​​​​


Copyright: http://www.deutsche-startups.de/​​​​​


Artikel online nachzulesen unter: http://www.deutsche-startups.de/2016/04/01/gruenden-ist-wie-ein-kind-zu-bekommen/​​​​​​​

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